Die globale Ware: Kleidung

(11.05.2013)Nairobi
Nicht nur während der Produktion reisen Textilien mehrfach um die Welt. Auch bei der „Entsorgung“ verhält es sich ähnlich.

Die Deutschen spenden jedes Jahr 1,5 Mrd. Textilteile jedes Jahr. Das entspricht 960.000 Tonnen Altkleider. Eingeworfen in Sammelcontainern am Straßenrand, werden sie schon irgendwie Bedürftigen zu Gute kommen. Aber Altkleider sind ein großes Geschäft. In Wolfen (Sachsen-Anhalt) steht das größte Sortier- und Recylcingwerk der Welt. Die Firma SOEX trennt hier unser abgelegten Sachen. Was nicht mehr getragen werden kann, wird z.B. zu Dämmmatten für die Automobilindustrie verarbeitet. Alles andere wird sortiert und weiter verkauft. Ein Großteil geht nach Osteuropa, wo unsere Kleider auf Flohmärkten günstig verkauft werden. Ein weiterer wichtiger Teil geht nach Afrika, z.B. nach Kenia. In der Hauptstadt Nairobi gibt es des größten Altkleidermarkt Ostafrikas, den Matumba-Markt. Von An- und Verkauf unserer abgelegten Kleider leben dort 12.000 Menschen.

Das Erste hatte im Januar 2013 einen Beitrag über diesen Markt gezeigt. Hier könnt ihr ihn noch einmal sehen.

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